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Caroline Herschel

Caroline Lucretia Herschel (1750- 1848)
Musikerin, Astronomin

Caroline Lucretia Herschel wurde 1750 in Hannover geboren und stammt aus einer Musikerfamilie.

Carolines Vater, Isaac Herschel, war sehr an Philosophie und Astronomie interessiert, was dazu führte, dass im Haus der Herschels häufig lebhafte wissenschaftliche Diskussionen geführt wurden, an denen sich auch Caroline beteiligte. Ihre Mutter hielt davon sehr wenig und bestand darauf, dass Caroline ganz in der damaligen Konvention auf ein Leben als Hausfrau und Mutter vorbereitet wurde. Carolines Brüder erhielten eine Ausbildung als Musiker. Der Vater versuchte, Caroline auch gegen den Widerstand ihrer Mutter eine naturwissenschaftliche Ausbildung zu geben, doch auch er konnte nicht verhindern, dass Caroline einige Jahre unter der Aufsicht ihrer Mutter im Haushalt sehr hart arbeiten musste.

1767 starb Isaac Herschel. Inzwischen war ihr Bruder Wilhelm nach England gezogen, wo er als Musiklehrer und Organist arbeitete und sich daneben intensiv mit Mathematik und Astronomie befasste. 1772 folgte Caroline ihm nach. Von Wilhelm erhielt sie zunächst Gesangsstunden; anschließend unterrichtete er sie auch in Englisch und Mathematik, während er sich selbst immer mehr der Astronomie zuwandte.

In dieser Zeit trat Caroline Herschel als Sängerin auf und half Wilhelm bei der Konstruktion seines Teleskops. Die Zusammenarbeit der Geschwister wurde immer enger; vor allem, um ihren Bruder zu unterstützen, hatte sich Caroline umfangreiche Kenntnisse in Mathematik angeeignet. 1781 entdeckte Wilhelm den Planeten Uranus und wurde von König Georg III. zum königlichen Astronomen ernannt. Von ihm erhielt er auch ein jährliches Stipendium über 200 Pfund, eine Summe, die es den Geschwistern Herschel erlaubte, die Musik aufzugeben und sich ganz der Astronomie zuzuwenden.

Caroline machte von nun an eigene Beobachtungen, wobei sie sich besonders für Kometen interessierte. Am 1. August 1786 entdeckte sie als erste Frau einen Kometen und wurde damit in der Wissenschaft sofort berühmt. Über ihre Entdeckung verfasste sie für die Royal Society einen Bericht mit genauer Positionsangabe des Komenten. 1787 wurde Caroline Herschel offiziell zur Assistentin des Hofastronomen ernannt und bekam von nun an ein jährliches Gehalt von 50 Pfund. Im darauf folgenden Jahr heiratete Wilhelm. Caroline war zunächst sehr verletzt, doch nach einiger Zeit legten sich die Spannungen zwischen den beiden Frauen.

Zwischen 1786 und 1797 entdeckte Caroline Herschel insgesamt acht Kometen. 1787 begann sie, zwei umfangreiche Sternenkataloge zusammenzustellen, die 1798 von der Royal Society herausgegeben wurden. Danach ruhte ihre eigene, unabhängige wissenschaftliche Arbeit für 25 Jahre, d.h. bis zum Tod ihres Bruders im Jahr 1822. In dieser Zeit widmete sie sich besonders der Erziehung ihres Neffen Johann Herschel, der 1792 geboren wurde und später als Astronom mit seinem Vater zusammenarbeitete. Dennoch geriet sie in der Öffentlichkeit nicht in Vergessenheit. 1816, 1817 und 1818 war Caroline mehrmals Gast der königlichen Familie von Großbritannien. Nach Wilhelms Tod im Jahr 1822 kehrte Caroline nach Hannover zurück, was sie sehr bald bereute. Von nun an arbeitete sie als Assistentin ihres Neffen Johann, wobei sie aber auch unabhängig ihre eigene wissenschaftlichen Studien wieder aufnahm.

In Hannover veröffentlichte sie einen Katalog von über 2500 Sternennebeln und erhielt dafür 1828 die Goldmedaille der Royal Astronomical Society. Im Jahre 1835 wurde ihr und Mary Sommerville die Ehrenmitgliedschaft dieser Gesellschaft verliehen. 1838 wurde sie in die Royal Irish Academy aufgenommen, und 1846 erhielt sie zu ihrem 96. Geburtstag vom preußischen König die goldene Medaille für ihre wissenschaftlichen Verdienste. Am Ende ihres Lebens war Caroline Herschel in der Welt der Wissenschaft eine Berühmtheit, viele bedeutende Wissenschaftler machten ihr ihre Aufwartung. Obwohl sie sich selbst zeitlebens immer vor allem als Assistentin ihres Bruders gesehen hatte, wurde 1889 ein kleinerer Planet zu Ehren von Caroline Lucretia Herschel „Lucretia“ benannt.

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