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Kate Gleason

Kate Gleason (1865-1933)
Erfinderin des Fertighauses, Bauunternehmerin

Kate Gleason wurde 1865 in Rochester, New York, als Tochter eines Werkzeugfabrikanten geboren. Bereits mit zwölf Jahren arbeitete Kate samstags in der Fabrik ihres Vaters mit. 1884 begann sie ihr Maschinenbau-Studium an der Cornell University in Ithaca und am Sibley College. 1893 half sie ihrem Vater, eine Maschine zu optimieren, die Kegelradgetriebe produzierte. Dank ihrer Erfindung konnten die Getriebe schneller und billiger produziert werden.

Henry Ford, der legendäre Firmenchef der Ford-Automobilwerke, rechnete ihr ihre Erfindung sehr hoch an, als er sagte, dies sei die bemerkenswerteste Erfindung, die je eine Frau hervorgebracht habe. Kate verließ die Universität ohne Abschluss und arbeitete von 1890 bis 1901 im Außendienst der Firma ihres Vaters. Dank ihrer ausgezeichneten Verkaufserfolge wurden die Gleason Werke in den USA führend auf dem Gebiet der Getriebe-Herstellung.

Von 1917 bis 1919 war Kate Gleason Präsidentin der First National Bank of Rochester, sie war die erste Frau, die diese Stelle inne hatte. Als sie 1918 in die American Society of Mechanical Engineers, der amerikanischen Gesellschaft der Maschinenbauingenieure, aufgenommen wurde, war sie ebenfalls die erste Frau in diesem Kreis - und das, obwohl sie keinen Studienabschluss vorweisen konnte! Trotz ihrer großen beruflichen Erfolge erweiterte Kate Gleason in den zwanziger Jahren noch einmal ihr Arbeitsgebiet.

Nach dem I. Weltkrieg fehlte es in den USA überall an erschwinglichem Wohnraum. Kate überlegte, wie man die Methoden der Massenproduktion, wie sie im Automobilbau herrschten, auf die Herstellung von Wohnraum übertragen könnte. Als Präsidentin der Bank von Rochester förderte sie ein Wohnbauprogramm, das mit sehr geringen Mitteln auskommen sollte, doch Pläne, in Kalifornien eine Mustersiedlung zu errichten, scheiterten am Willen der Kalifornischen Regierung. 1920 kaufte sie ein Stück Land auf den Sea Islands vor der Küste von South Carolina, um dort eine preiswerte Künstlersiedlung zu errichten, doch dieser Plan konnte erst nach ihrem Tod realisiert werden.

Während dieser Zeit entwickelte Kate Gleason ein Verfahren, das es möglich machte, Flüssigbeton so in Form zu gießen, dass große Teile eines Hauses vorab in großen Mengen hergestellt werden konnten. Dies war die Geburtsstunde des Fertighauses, das Kate seit dem Jahr 1921 unter dem Namen „Concrest“ verkaufte. Das Modell „Concrest“ bestand aus sechs Zimmern. Jedes Haus war mit einem Gasherd, Einbau-Regalen, Spiegeln und einem Bügelbrett ausgestattet und blieb trotzdem für eine Arbeiterfamilie erschwinglich. Ihre Modell-Siedlung mit 100 Concrest-Häusern wurde das Vorbild für viele Vorstadt-Siedlungen. Kate Gleason starb im Jahr 1933 in Rochester, New York, und hinterließ ein Vermögen von knapp eineinhalb Millionen Dollar. Ein großer Teil davon floss in den Kate Gleason Fund, eine Stiftung für soziale Zwecke.

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