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Yo-Yo, Wissenswertes

Jo-Jo oder Yo-Yo, beide Bezeichnungen sind richtig. Weil aber alle Profis der Welt Yo-Yo sagen und Englisch die Weltsprache der Yo-Yo-Spieler ist, will auch ich bei Yo-Yo bleiben.

Yo-Yo war schon in der Antike bekannt. Yo-Yo, das übersetzt "Komm-komm" heißt, gibt es schon seit mindestens 2.500 Jahren. Wo es entstanden ist, weiß keiner so genau. Man vermutet sogar, dass es an verschiedenen Orten der Welt gleichzeitig erfunden wurde. So gebrauchten die Bewohner der Philippinen eine dem Yo-Yo ähnliche Waffe zum Jagen. Bis zum 18. Jahrhundert geriet das Yo-Yo dann allerdings ziemlich in Vergessenheit. Dann breitete sich in Frankreich ein regelrechtes Yo-Yo-Fieber aus, ausgelöst durch einen französischen Staatsminister, der sich für alles aus China interessierte und eines Tages ein Yo-Yo mit nach Hause brachte. Sogar der französiche König spielte mit einem Yo-Yo. Auch in England und anderen europäischen Staaten war das Yo-Yo-Spielen sehr beliebt. Bis das Spiel auch die Amerikaner begeisterte, dauerte es noch ganz schön lange, aber in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts ist das Yo-Yo-Fieber auch dort ausgebrochen.

Die wichtigste Neuerung am amerikanischen Yo-Yo war, dass die Schnur nicht mehr an der Mittelachse festgemacht war, sondern sich frei darum drehen konnte. Nun bewegte sich das Yo-Yo nicht mehr einfach auf und ab, sondern gute Yo-Yo-Spieler zeigten die tollsten Tricks und begeisterten die Zuschauer. Den Tricks gab man Namen, die oft ganz witzig klingen: "Hundespaziergang" oder "Hüpf über den Zaun" oder "Rund um die Welt" oder "Melke die Kuh". Es gibt zahlreiche Yo-Yo-Organisationen, Yo-Yo-Clubs, Meisterschaften und Rekorde. Den Rekord im Dauer-Yo-Yo-Spielen halten zur Zeit Jason Stremble und Scott Fletcher, die sage und schreibe (jeder!) über 130 Stunden lang Yo-Yo gespielt haben. Die NASA hat im Jahr 1985 sogar Yo-Yo im Weltraum spielen lassen, um herauszufinden, ob das ohne Schwerkraft geht (es funktionierte nur das Auf-und-Ab-Yo-Yo - und das in Zeitlupe).

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