Burgen und Burgruinen sind Orte mit besonderer Wirkung – weit sichtbar, verborgen im Wald oder als geheimnisvolle Ruine. In vielen deutschen Sagen und Erzählungen bilden sie den zentralen Schauplatz. Mit diesen stimmungsvollen Malvorlagen gestalten Kinder solche Orte selbst und erleben dabei ganz praktisch, wie Farbe Raum und Tiefe entstehen lässt.
Das PDF zum Ausdrucken enthält 24 Vorlagen mit acht Burgen- und Ruinenmotiven, die jeweils auf drei unterschiedliche Arten gestaltet werden können: als ruhiges Landschaftsbild, als fantastische Szene mit Drachen oder als düstere, geheimnisvolle Szene mit Fledermäusen. Beim Ausmalen setzen die Kinder warme und kühle Farbtöne gezielt ein und entdecken, wie sich die Wirkung eines Ortes allein durch Farbe verändert. So wird das Thema Luft- und Farbperspektive anschaulich und nachvollziehbar – ohne Vorwissen, durch eigenes Tun.
Die Vorlagen sind gut anschlussfähig an Sagen, Burgen- und Erzählthemen und eignen sich ebenso für den Kunstunterricht, für Projektarbeit oder kreative Phasen in Schule und Freizeit. Für beste Ergebnisse empfehlen wir Malpapier im Format DIN A4 oder stabiles Druckerpapier.
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Sagenorte gestalten – Farbperspektive mit Burgen und Ruinen
Burgen, Schlösser und Ruinen gehören zu den bekanntesten Schauplätzen deutscher Sagen. Sie liegen hoch über Tälern, versteckt im Wald oder als zerfallene Mauern an steilen Felsen. Oft sind sie Orte von Macht, Gefahr, Verwandlung oder Geheimnissen. Schon allein durch ihre Lage erzeugen sie eine besondere Stimmung. Beim Betrachten solcher Landschaften fällt auf: Je weiter ein Ort entfernt ist, desto heller, kühler und weniger kontrastreich erscheinen seine Farben. Konturen verschwimmen, Formen treten zurück. Dieses natürliche Phänomen nennt man Luft- oder Farbperspektive.

Wie Entfernung im Bild sichtbar wird
Die Ursache der Farbperspektive liegt in der Lichtbrechung: Mit zunehmender Entfernung verändern sich Farben. Warme, kräftige Töne wirken nah, kühle und helle Töne rücken in die Ferne. Auch die Schärfe nimmt ab.
Schon die Maler der Renaissance machten sich dieses Prinzip zunutze. In ihren Landschaftsbildern – häufig mit Bergen, Städten oder Burgen – setzten sie Farben gezielt ein, um Tiefe und Raum auf einer zweidimensionalen Fläche darzustellen. Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund unterschieden sich nicht durch Linien, sondern vor allem durch Farbwahl und Intensität.
Das Prinzip der Farbperspektive einfach erklärt
Räumliche Tiefe entsteht im Bild vor allem durch zwei Faktoren:
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Farbtemperatur
Warme Farben wie Gelb, Orange, Rot und Braun wirken näher.
Kühle Farben wie Grün, Blau und Violett treten zurück. -
Farbintensität
Gesättigte, kräftige Farben erscheinen im Vordergrund.
Helle, mit Weiß gemischte Farben wirken weiter entfernt.
Wer diese Prinzipien ausprobiert, erkennt schnell: Allein durch Farbe lässt sich ein Ort ruhig, geheimnisvoll oder bedrohlich erscheinen – ganz ohne zusätzliche Details.
Farbperspektive mit Schlössern und Burgruinen erproben
Um das Prinzip der Farbperspektive praktisch erfahrbar zu machen, eignen sich Motive mit klarer Tiefenstaffelung besonders gut. Schlösser und Burgruinen in Landschaften bieten dafür ideale Voraussetzungen.
Mit den Malvorlagen aus dem PDF Farbperspektive – Schlösser & Burgruinen können Kinder das Phänomen selbst ausprobieren. Das Material umfasst acht verschiedene Burgen- und Ruinenmotive, die jeweils in drei unterschiedlichen Bildstimmungen gestaltet werden können:
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als ruhige Landschaft
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als Fantasieszene mit Drachen
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als geheimnisvoll-düstere Szene mit Fledermäusen
So entstehen sehr unterschiedliche Wirkungen – passend zu Sagen, Erzählungen oder frei erfundenen Geschichten.
Gut anschlussfähig an Sagen und Erzählthemen
Die Motive greifen typische Sagenorte auf und lassen sich leicht mit dem Lesen, Vorlesen oder Nacherzählen deutscher Sagen verbinden.
Nach dem Lesen einer Sage können Kinder überlegen:
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Wie wirkt der Ort in der Geschichte?
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Ist er ruhig, gefährlich, geheimnisvoll?
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Welche Farben passen zu dieser Stimmung?
Die Farbgestaltung wird so Teil des Erzählens – und die Farbperspektive zu einem Werkzeug, um Geschichten sichtbar zu machen.
Und so wird's gemacht - mit Deckfarben:

1. Das gewünschte Motiv auswählen und auf weißes Papier oder leichten Karton drucken.

2. Eine größere Menge Deckweiß, die für die gesamte Bildfläche ausreicht, auf einen Teller geben. Mit dem hellsten Farbton beginnen. Dafür ein wenig Farbe mit dem Deckweiß mischen.

3. Erneut etwas Farbe unter das vorhandene Deckweiss mischen, so dass der Farbton etwas dunkler wird. Die 2. Fläche von oben ausmalen.

4. Diesen Vorgang bei allen Flächen wiederholen. Die unterste Bildfläche ist dementsprechend die dunkelste.
Farbperspektive – Schlösser + Burgruinen PDF
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