Weckmann zu St. Martin backen
Ein Weckmann gehört in vielen Regionen einfach zur Martinszeit dazu. Die kleine Figur aus süßem Hefeteig bekommt meist Augen und Knöpfe aus Rosinen und trägt häufig eine kleine Tonpfeife. Je nach Region ist das Gebäck auch als Stutenkerl, Martinsmann oder Hefekerl bekannt.
Warum gibt es den Weckmann zu St. Martin?
Figuren aus Hefeteig haben rund um kirchliche Feste eine lange Tradition. Zur Martinszeit wird der Weckmann häufig mit dem heiligen Martin in Verbindung gebracht.
Besonders auffällig ist seine Tonpfeife. Einer verbreiteten Erklärung zufolge geht ihre Form auf einen Bischofsstab zurück, der sich im Laufe der Zeit zur heute bekannten Pfeife entwickelt hat. Ganz eindeutig lässt sich die Herkunft allerdings nicht erklären – auch beim Weckmann unterscheiden sich Namen und Traditionen von Region zu Region.
Und das Beste: Einen Weckmann kann man ganz einfach selbst backen.

Weckmann selber backen
Für den Teig braucht ihr:
500 g Mehl
100 g Zucker
2 Eier
1 Prise Salz
125 ml Milch
120 g Butter
30 g frische Hefe
Rosinen
Zum Bestreichen:
1 Eigelb
4 EL Milch
So geht's
Mehl, Zucker, Salz und Eier in eine große Schüssel geben.
Milch und Butter vorsichtig erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Die Mischung etwas abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm ist. Dann die Hefe darin auflösen.
Die Flüssigkeit zu den übrigen Zutaten geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig deutlich aufgegangen ist.
Den Teig anschließend etwa 1–2 cm dick ausrollen und Weckmänner daraus formen oder ausschneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
Eigelb und Milch verquirlen und die Weckmänner damit bestreichen. Rosinen als Augen und Knöpfe leicht in den Teig drücken.
Bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 15–20 Minuten goldbraun backen.
Gemeinsam backen und teilen
Besonders schön wird daraus eine gemeinsame Martinsaktion: Jedes Kind kann seinen eigenen Weckmann formen und mit Rosinen verzieren. Oder ihr backt gemeinsam einen besonders großen Weckmann und teilt ihn anschließend miteinander – passend zur Geschichte von St. Martin.